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Von Herzblut bis Faktencheck – DIALOG MILCH beim NRW-Journalistentag

Auf Augenhöhe: Milchkuhhalterin Katharina Leyschulte und Redakteurin Stephanie Tatenhorst diskutierten auf dem DJV NRW Journalistentag

Brown Bag Session von DIALOG MILCH auf dem DJV NRW Journalistentag 2025

Landwirtschaft trifft Journalismus: „Wir laden alle interessierten Menschen dazu ein, sich bei uns auf dem Hof darüber zu informieren, wie unsere Kühe leben. Und ich appelliere an sie, sich dann bewusst dafür zu entscheiden, für Tierwohl mehr Geld auszugeben.“ So beschrieb Katharina Leyschulte, Landwirtin aus Westerkappeln ihr Herzblut für ihr aktives Engagement in der landwirtschaftlichen Öffentlichkeitsarbeit. Gemeinsam mit Stephanie Tatenhost, Redakteurin beim Hellweger Anzeiger, tauschten sie beim NRW-Journalistentag am 29. November 2025 in Dortmund ihre Erwartungen an Journalismus der Zukunft aus.

Frage der Zahlungsbereitschaft für beide Branchen relevant  

Das Motto des Journalistentages „Who pays? (Neue) Geschäftsmodelle zur Finanzierung von Journalismus und wer die Zeche zahlt, wenn er fehlt“, verbindet Felder, die auf den ersten Blick kaum miteinander zu tun haben: Landwirtschaft und Journalismus. Wie viel diese beiden Branchen gemeinsam haben, wurde in der Brown-Bag-Diskussion von DIALOG MILCH wieder einmal eindrucksvoll deutlich. Die erste Assoziation von Katharina Leyschulte und Stephanie Tatenhorst zur Zukunft des Journalismus und zum Tagungsmotto „Who pays?“ wurde gleich zu Beginn erörtert: Die Bereitschaft der Kunden, für gute Leistungen zu bezahlen. Eine Paywall beim Zugriff auf Online-Nachrichten gilt für viele Verlage als ein verlässliches Finanzierungsmodell für Journalismus, das zudem unabhängig von Werbemärkten ist. Stephanie Tatenhorst zeigte dafür Verständnis: „Guter Journalismus, der auf geprüften Fakten basiert, nicht auf Annahmen, kostet Geld. Dafür braucht es personell gut besetzte Redaktionen und verlässliche Technik. All das gibt es aber auch nicht zum Nulltarif.“ Genauso erwarte die Landwirtschaft eine angemessene Honorierung für die Erzeugung von Lebensmitteln. „Wir erfüllen hohe technische Standards“, erläuterte Katharina Leyschulte, „viel wichtiger aber ist unser seit Generationen gelebtes Herzblut für die Landwirtschaft“. Die breit gefächerte Themenvielfalt in der weiteren Diskussion der beiden engagierten Vertreterinnen aus Journalismus und Landwirtschaft erstreckte sich von KI bis Kita, über Qualität bei heimischen Lebensmitteln bzw. im Journalismus bis Berufsethos und Faktencheck.

Austausch wichtig: Gemeinsam etwas bewegen und Verantwortung übernehmen

Auch Frust über Verallgemeinerungen schlechter Publicity und Möglichkeiten, wie man mit Hate-Kommentaren im Netz und mit Polarisierung in der Gesellschaft umgehen kann, wurden thematisiert. Der Austausch zwischen den beiden Branchen beim Journalistentag 2025 zeigte ein gemeinsames Verständnis: Im Dialog miteinander können wir etwas bewegen, für mehr Verständnis und gegen wechselseitige Vorurteile. Und wir können gemeinsam für unsere Zukunft Verantwortung übernehmen. 


Auch am Stand von DIALOG MILCH auf dem Markt der Möglichkeiten nutzten die Besucher des Journalistentages die Zeit zum Austausch und zur Information aus erster Hand.