Milch unter der Lupe

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Über Milch findet man viele Aussagen, deren Inhalte ein weites Spektrum von positiv bis negativ abdecken. Seriöse und unseriöse Studienergebnisse, gemischt mit persönlichen Einstellungen und Meinungen werden heute schnell über das Internet und im Besonderen die sozialen Medien verbreitet. Das Ergebnis: eine schier unüberschaubare Ansammlung von Aussagen, deren Wahrheitsgehalte schwer zu beurteilen sind. Wir haben einige kritische Statements unter die Lupe genommen:

 

„Milch macht krank!“

Die Behauptung, dass Milchkonsum ein Krankheitsrisiko darstellt, wird von renommierten Ernährungsinstituten nicht unterstützt. So wertete zum Beispiel im Jahr 2016 das Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel eine Reihe von großen wissenschaftlichen Studien zum Thema „Milch und ihre Auswirkungen auf den Menschen“ aus. Das Institut kam zu dem Ergebnis, dass sich die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlene Verzehrmenge von 250 Gramm Milch oder Milchprodukten und 50 bis 60 Gramm Käse pro Tag positiv auf die Gesundheit des Menschen auswirkt. So kann das Risiko für die Entstehung von Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus Typ 2 (Alterszucker) sowie Dickdarmkrebs eindeutig gesenkt werden.

 

„Milch macht dick!“

Aufgrund ihres Fettgehaltes wird Milch immer wieder der Stempel eines Dickmachers aufgedrückt. Dabei kann bei in verzehrüblichen Mengen genossenen, vollfetten Milchprodukten ein positiver Effekt fürs Abnehmen nachgewiesen werden – das in Milch enthaltene Kalzium trägt sowohl zu einem normalen Energiestoffwechsel  als auch zu einer normalen Muskelfunktion bei. Wer dennoch den Faktor Fett in seiner Ernährung reduzieren möchte, dem steht eine große Auswahl an fettarmen Milchprodukten zur Verfügung.

 

„Milch verschleimt!“

Bei Erkältungen und Asthma wird häufig davon abgeraten, Milch zu konsumieren, um die Atemwege nicht noch weiter zu verschleimen. Wissenschaftlich konnte jedoch bis heute nicht nachgewiesen werden, dass Milch eine Schleimbildung in Mund- und Rachenraum fördert. Bei einem trockenen Mund kann die sahnige Konsistenz von Milch sogar fördernd für den Speichelfluss sein.

 

„Milch ist schlecht für die Haut!“

Bei der Entstehung von Akne soll angeblich Milch ihre Finger mit im Spiel haben. Tatsächlich hängt Akne allerdings hauptsächlich mit dem Hormonhaushalt und der Talgproduktion des Körpers zusammen und nicht mit dem Milchkonsum. Die äußere Milchanwendung für schöne Haut wusste bereits Kleopatra zu nutzen, indem sie regelmäßig in Eselmilch badete.

 

Als Fazit bleibt festzuhalten: Milch ist aus gutem Grund in Deutschland schon seit Jahrhunderten ein wichtiges Grundnahrungsmittel! Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden.