Zahlen, Daten und Fakten – das ist es, was so manch einer vermeintlich fachlich geführten Diskussion fehlt. Immer öfter zeigt sich das auch bei kritisch diskutierten Themen zur Milchwirtschaft, wie etwa zu Haltungssystemen, zu Fragen der Fütterung mit importierten Rohstoffen oder des Tierwohls. In Zeiten, in denen sich sogenannte „Fake-News“ im Internet häufen, wird es zunehmend schwieriger, verlässliche Recherche-Quellen zu finden. Diese sind jedoch eine entscheidende Grundlage, wenn man sich fachlich korrekt über komplexe Zusammenhänge informieren und schlüssig argumentieren möchte.
DIALOG MILCH bietet mit der Reihe „MilchFacts“ interessante und informative Zahlen und Fakten aus der gesamten Spannbreite der vielfältigen Diskussion rund um die Milch.

Hitzewelle und Trockenheit dämpfen die Milchanlieferung

Bei hochsommerlichen Temperaturen geben Kühe weniger Milch. Die Hitze macht aber nicht nur den Tieren zu schaffen. Auch das Gras wächst spärlich. Die Milchviehbetriebe befürchten nun, dass das Futter knapp werden könnte.

Die muttergebundene Kälberaufzucht: Ein neuer Weg für Milchviehbetriebe?

Eine Reaktion auf das Titelbild der Facebook-Seite von DIALOG MILCH gab den Anlass, die heute gängige Praxis der Kälberaufzucht auf Milchviehbetrieben aufzugreifen. Was wird gemacht – und warum? Gibt es Alternativen?

Strittiges Thema: Nutzungsdauer von Milchkühen

Seit einiger Zeit wird die Nutzungsdauer von Milchkühen sehr kontrovers diskutiert. DIALOG MILCH hatte dazu schon einmal mit einem Tierarzt gesprochen, der seine Sicht auf die Dinge darstellte. Die anhaltende Diskussion ist aber Grund genug, diesem Thema nochmals nachzugehen …

Zahlen zur Milchkuhhaltung in Deutschland

In dem „Steckbrief zur Tierhaltung in Deutschland: Milchkühe“ hat das Thünen-Institut im Oktober 2018 eine Übersicht veröffentlicht. Danach wurden in Deutschland im Jahr 2017 auf etwa 66.000 Betrieben insgesamt etwa 4,2 Millionen Milchkühe gehalten

Blauzungenkrankheit: für den Menschen ungefährlich

Wichtig zu wissen: Menschen und Tiere, wie Hunde oder Katzen, sind von der Blauzungenkrankheit nicht betroffen. Auch der Verzehr von Fleisch- und Milchprodukten ist ohne Bedenken möglich. Darauf weist das LANUV, das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW, in einer aktuellen Verlautbarung hin.

Feinstaubbelastung durch Gülle

Was ist derzeit wissenschatflich gesichert? - Pünktlich zur Internationalen Grünen Woche in Berlin berichtet das ARD-Magazin „Monitor“ von einer neuen Studie, die Massentierhaltung und den damit verbundenen Gülleanfall als Verursacher für den Feinstaubausstoß aus der Landwirtschaft sieht. Ammoniak aus der Gülle verbinde sich u. a. mit Stickoxiden und reagiere zu Feinstaub – und dieser landwirtschaftlich bedingte Feinstaub habe mehr als 50.000 frühzeitige Sterbefälle zur Folge.

Was bedeutet ein Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung?

Im Juni 2016 hat der Bundesrat einen Beschluss auf den Weg gebracht, in dem ein gesetzliches Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung von Rindern gefordert wird. Das Thünen-Institut hat sich deshalb im Auftrag des BMEL mit der Frage befasst, wie sich ein Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung von Milchkühen auf davon betroffene landwirtschaftliche Betriebe auswirken würde.

Technik im Stall: 5G – erst recht an jeder Milchkanne!

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sagt zum Internetausbau im ländlichen Raum, 5G sei nicht an jeder Milchkanne nötig – eine Aussage, der Landwirte, die digitale Technik auf ihrem Hof nutzen, nicht zustimmen können.

Milchland Deutschland

Im Jahr 2017 war Deutschland der weltweit sechstgrößte Milcherzeuger. 96 Prozent der insgesamt auf den hiesigen Milchviehbetrieben erzeugten 33,4 Mio. Tonnen Milch (ECM, d. h. mit standardisierten Fett- und Eiweißgehalten von 4 bzw. 3,3 %) werden an Molkereien geliefert und dort verarbeitet.