Technik im Stall: 5G – erst recht an jeder Milchkanne!

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sagt zum Internetausbau im ländlichen Raum, 5G sei nicht an jeder Milchkanne nötig – eine Aussage, der Landwirte, die digitale Technik auf ihrem Hof nutzen, nicht zustimmen können. Viele von ihnen investieren in Technik für mehr Tierwohl. Sie investieren beispielsweise in Herdenmanagementsysteme und moderne Melkanlagen, bei denen die Digitalisierung hilft, das Tier bestmöglich im Blick zu halten und so Tiergesundheit und Tierwohl sicherzustellen.

So können beispielsweise die digital erhobenen Daten zu der Milchmenge, den Milchinhaltsstoffen, dem Bewegungsprofil oder der Wiederkauaktivität jeder einzelnen Kuh nicht nur direkt auf dem Betrieb ausgewertet werden. Die modernen Herdenmanagementsysteme zeigen dabei Abweichungen von der Norm schneller an, als selbst erfahrene Melker sie erkennen könnten. Darüber hinaus kann sich auch die Vernetzung mit dem Tierarzt oder mit dem jeweils zuständigen Milchkontrollverband als hilfreich erweisen, um maximale Tiergesundheit, maximales Tierwohl und gute wirtschaftliche Ergebnisse zu erreichen.

Im Übrigen braucht nicht nur das sogenannte „Precision Livestock Farming“, zur Betreuung der Tiere, sondern auch der Präzisionsackerbau ein flächendeckendes und leistungsstarkes Internet. Das heißt: Gerade an allen Milchkannen wird eine Technologie wie 5G dringend gebraucht!